Die richtige Balance im Depot lässt Anleger ruhiger schlafen

Von ihren Höchstständen sind die Aktienmärkte rund um den Globus wieder ein ganzes Stück entfernt. Der DAX etwa hat seit dem Frühjahr 2015 zwischenzeitlich fast 30 Prozent verloren. Auch der EuroStoxx 50 geriet in den vergangenen Monaten stark unter Druck. Viele Anleger sind entsprechend verunsichert und nervös. „Solche Marktbewegungen sind aber normal und kommen immer wieder vor“, sagt Prof. Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). „Schwankungen gehören zum Aktienmarkt dazu.“ Weitsichtige Anleger sollten dennoch regelmäßig einen kritischen Blick auf ihr Depot werfen und ihre Anlagestrategie überprüfen. Professionelle Unterstützung leisten dabei CERTIFIED FINANCIAL PLANNER® (CFP®). Die CFP®-Zertifikatsträger helfen Anlegern dabei, die richtige Balance im Depot zu finden.

Für Aktieninvestoren war der Jahresauftakt nicht einfach. In der europäischen Börsengeschichte der vergangenen 30 Jahre gab es nur 1988 und 2008 einen noch schlechteren Start ins Jahr. Grund für die schlechte Stimmung waren vor allem die Sorge um das globale Wirtschaftswachstum, die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten und die aufkeimenden Ängste vor einer erneuten Finanzkrise. Die Volatilität war entsprechend hoch.

Anleger sollten sich jedoch von fallenden Kursen und niedrigen Indexständen nicht beirren lassen. „Die Risiken müssen sich materialisieren“, beruhigt Prof. Tilmes. Das bedeutet, dass Aktienanleger zwar bewusst ein erhöhtes Risiko eingehen, dafür aber auch langfristig einen höheren Ertrag erwarten können. Gleichwohl sind Anpassungen oder Absicherungen im Depot oft sinnvoll. „Der Schlüssel zum Erfolg ist eine maximal breite und weltweite Diversifikation“, sagt der FPSB-Vorstandsvorsitzende, der zugleich auch wissenschaftlicher Leiter des PFI Private Finance Institute der EBS Business School in Oestrich-Winkel ist. Entsprechend kommt einer klaren und flexibel anpassbaren Anlagestrategie, verbunden mit einem strikten Risikomanagement, eine hohe Bedeutung zu. Hilfreich kann hier eine sogenannte ‚Max-Draw-Down-Analyse’ sein, um das Risikoprofil des Anlegers sauber zu bestimmen. Dabei wird ermittelt, um wie viel die Aktien eines Anlegers nachgeben dürfen, damit dieser sich noch wohlfühlt.

Nach der Geldanlage kommt dem regelmäßigen Rebalancing eine große Bedeutung zu. „Beim Rebalancing geht es darum, dass verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Rohstoffe oder Anleihen im Portfolio immer in einem ganz bestimmten Verhältnis zueinander stehen sollten“, erläutert Tilmes. Er rät dazu, dass Anleger mindestens einmal im Jahr diese Verteilung wiederherstellen sollten, falls eine Anlageklasse im Wert stark gestiegen oder eine andere gefallen ist. Denn der Anleger soll keine Risiken übernehmen, die er nicht tragen kann und will.

CFP®-Zertifikatsträger machen je nach Situation und Aufstellung des Depots einen Vorschlag zum Rebalancing und helfen so, die ursprünglichen Risikogewichtungen wiederherzustellen.

Das Rebalancing wird meistens mit Cash, Ausschüttungen oder mit Umschichtungen durchgeführt. Doch Vorsicht: „Das kann zu Steuerzahlungen und Transaktionskosten führen“, warnt Tilmes. Deshalb müssten hier Kosten und Nutzen genau abgewogen werden.

Professionelle Finanzplaner decken Defizite auf
Anhand einer umfassenden Analyse der derzeitigen Vermögenssituation und einer Liquiditätsrechnung überprüfen die CFP®-Zertifikatsträger individuell die einzelnen Vermögensbestandteile auf ihre Sinnhaftigkeit und decken eventuelle Schwachstellen auf. Gleichzeitig können verschiedene Risikoszenarien durchgespielt werden. Dabei geht es weniger um kurzfristige Profite, sondern den langfristigen Vermögensaufbau sowie die finanzielle Absicherung bis ins hohe Lebensalter.

Diese ganzheitliche und vernetzte Beratungsphilosophie von unabhängigen CFP®-Zertifikatsträgern und Professionals grenzt sich deutlich von den oft dominierenden produkt- und vertriebsorientierten Beratungsansätzen ab. Der individuelle Finanzplan wird in regelmäßigen Abständen an veränderte gesamtwirtschaftliche und persönliche Rahmenbedingungen angepasst. „Die Gefahr von Fehlallokationen und somit von Vermögensverlusten kann somit deutlich verringert werden“ sagt Tilmes.

Quelle: „Die richtige Balance im Depot lässt Anleger ruhiger schlafen” Presse-Information des Financial Planning Standard Boards Deutschland e.V.