Eigenvorsorge ist unerlässlicher Bestandteil der Alterssicherung

Die Debatte über die Zukunft der Alterssicherung ist hierzulande im vollen Gange. Während von einigen Politikern die staatlich geförderte Riester-Rente in Frage gestellt wird, fordern andere Experten eine so genannte „Deutschland-Rente“ als ergänzende Altersvorsorge, bei der das Geld der Bundesbürger zentral und kostengünstig am Kapitalmarkt angelegt werden soll. „Die nun angestoßene Diskussion über Altersvorsorge-Konzepte ist wichtig und richtig“, sagt Prof. Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). „Allerdings sollte dabei nicht das Thema Eigenvorsorge ausgeklammert werden. Denn eine staatliche Förderung, wie auch immer sie aussieht, kann nur einen Teil der Versorgungslücke ausfüllen.“ Vor diesem Hintergrund kommt professionellen Anlageberatern wie den vom FPSB Deutschland zertifizierten CERTIFIED FINANCIAL PLANNER (CFP®-Zertifikatsträger) eine wichtige Rolle zu: Sie können individuelle Lösungen für die private Vorsorge aufzeigen.

Im Bundestagswahlkampf 2017 dürfte die Rente eine zentrale Rolle spielen. Schon jetzt gibt es von Seiten der Parteien die verschiedensten Ansätze, um der drohenden Altersarmut vieler Bundesbürger zu begegnen. Neben der Forderung nach einem Absinken des Rentenniveaus sowie mehr Geld und Stabilität für die gesetzliche Rente steht auch der Ruf nach mehr Eigenvorsorge im Mittelpunkt der Diskussion.

Heute ist die private Vorsorge etwa über Riester-Verträge ebenso freiwillig, wie auch die Betriebsrente, wo es sie gibt. Doch das dürfte für die meisten Menschen nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Die Veränderungen der demografischen und ökonomischen Rahmenbedingungen haben dazu geführt, dass künftige Rentner weniger Geld vom Staat erhalten werden als die aktuelle Generation der Ruheständler – viel weniger sogar. Auch die politischen Grundvoraussetzungen sind nicht mehr dieselben. Denn das aus der Nachkriegszeit erfolgreich angewendete Umlagemodell hat in dem stetigen Aufschwung Begehrlichkeiten geweckt, die zu den hohen Pensions- und Rentenverbindlichkeiten geführt haben.

Konzept der Deutschland-Rente überzeugt nicht
Ob ein verbürgtes und staatlich organisiertes Standardprodukt wie eine Deutschland-Rente allerdings die Lösung ist, darf bezweifelt werden. Schließlich handelt es sich dabei offensichtlich eher um eine staatlich organisierte einheitliche Sparrente. Auch der Verweis auf die vermeintlich niedrigen Kosten einer solchen Lösung ist aus Sicht des FPSB irreführend. Denn es gibt längst Angebote in der freien Wirtschaft, die niedrige Kosten der Vermögensbewirtschaftung aufweisen.

„Ruhestandsplanung ist Lebensplanung, also individuell“, sagt FPSB-Vorstand Tilmes. Bei der Deutschland-Rente wären jedoch alle Beteiligten, unabhängig von ihrer persönlichen Situation, einer einheitlichen Anlagepolitik ausgesetzt. „Entscheidend bei einer ganzheitlichen Vorsorgeplanung ist aber eine, den individuellen Zielen angepasste Chancen-Risikostruktur“, betont Tilmes, der auch der auch wissenschaftlicher Leiter des PFI Private Finance Institute der EBS Business School in Oestrich-Winkel ist. „Vorsorge bleibt genau wie Geldanlage generell eine sehr persönliche Sache. Sie hängt von der eigenen Lebenslage und dem subjektiven Risikoempfinden ab.“

Produkte hängen oft am Zins
Tilmes rät, so früh wie möglich mit der individuellen Altersvorsorge zu beginnen, unabhängig davon, was die Politiker in den nächsten Jahren beschließen werden. Viele Berufstätige verdrängen jedoch, dass mit Hilfe einer individuellen und vor allem ganzheitlichen Finanzplanung das Ziel erreicht werden kann, langfristig Vermögen aufzubauen und abzusichern. Hinzu kommt: Die meisten Altersvorsorgeprodukte der Deutschen hängen am Zins. „Das herkömmliche Zinssparen ist keine Lösung. Zinsanlagen sind unproduktive Anlagen und fördern die Wirtschaftstätigkeit einer Volkswirtschaft in nur sehr begrenztem Umfang“, sagt Tilmes. Besser sind Vermögensstrukturen, die mehr Rendite abwerfen, wie Aktien oder Immobilien.

Wie groß auch immer die Versorgungslücke sein mag, alle wichtigen Fragen und Herausforderungen rund um das Thema Altersvorsorge können mit Hilfe professioneller Finanzplaner, wie die vom FPSB Deutschland zertifizierten CERTIFIED FINANCIAL PLANNER® (CFP®), frühzeitig erkannt und gelöst werden. Die professionellen Finanzplaner können den langfristigen Vermögensaufbau sowie die finanzielle Absicherung bis zum Lebensabend begleiten. Sie helfen ihren Kunden dabei, einen Lernprozess zu etablieren, der zu rentierlicheren Vermögensstrukturen führt.

CFP®-Zertifikat bürgt für Qualität
„Egal, ob sich der Anleger bei Banken oder freien Beratern wohler fühlt: Mit den CFP®-Zertifikatsträger hat er immer die bestausgebildetsten Finanzplaner beziehungsweise Finanzberater an seiner Seite“, erläutert Tilmes. Eine ganzheitlich, individuell zugeschnittene Beratung kann nur der professionelle Finanzplaner leisten – und das auch nur in einem persönlichen Gespräch.

Quelle: „Eigenvorsorge ist unerlässlicher Bestandteil der Alterssicherung” Presse-Information des Financial Planning Standard Boards Deutschland e.V.