Früher Ruhestand ohne finanzielle Einbußen? Nur mit professioneller Finanzplanung

Die Meldung sorgte für Aufsehen: Laut einer aktuellen Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) müssen sich die Deutschen darauf einstellen, künftig erst mit 73 Jahren in Rente gehen zu können. Nur mit einem deutlichen Anstieg des Renteneintrittsalters könne das Rentensystem trotz der demografischen Krise finanzierbar bleiben, haben die Ökonomen errechnet. Für viele Arbeitnehmer ist diese Nachricht ein Schock, schließlich wollen die Meisten deutlich früher in Rente – und das möglichst ohne finanzielle Einbußen. „Der Traum vom früheren Ruhestand kann dennoch wahr werden“, sagt Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). „Voraussetzung dafür ist aber ein professionell erstellter Finanzplan. Denn Berufstätige sollten früh wissen, was auf sie zukommt und wie sie ihre Altersvorsorge optimieren können.“ Ein professioneller CERTIFIED FINANCIAL PLANNER (CFP®-Zertifikatsträger) hilft, Licht ins Dunkel zu bringen und Ordnung in Sachen Absicherung und Geldanlage zu schaffen.

Dass die ungünstige demografische Entwicklung hierzulande massive Auswirkungen auf die Rente haben wird, ist unstrittig. Nur über das genaue Ausmaß beziehungsweise die exakten Folgen besteht kein Konsens. Die Ökonomen des IW kommen in ihrer Analyse zu dem Schluss, dass der Pool der aktiv Arbeitenden vergrößert werden muss, damit nicht immer mehr Rentner von immer weniger Erwerbstätigen finanziert werden müssen. Das lässt sich laut IW am ehesten dadurch erreichen, dass die Deutschen deutlich länger arbeiten. Demnach müsste das Renteneintrittsalter im Jahr 2030 bei 69 und in 2035 bereits bei 71 Jahren liegen. Ab 2041 könnte es dann laut der IW-Untersuchung bei 73 Jahren konstant gehalten werden.

„Ob es tatsächlich in dem starken Ausmaß dazu kommt, wie vom IW prognostiziert, darf allein aus politischer Sicht bezweifelt werden“, sagt Prof. Tilmes. Aktuell wird die Regelaltersgrenze bereits schrittweise von 65 auf 67 Jahre erhöht. Die Anhebung erfolgt zunächst um einen Monat pro Jahr, ab dem Jahr 2024 um zwei Monate pro Jahr. Ab 2029 soll das Rentenalter dann bei 67 Jahren liegen. Das bedeutet: Arbeitnehmer ab dem Jahrgang 1964 können damit künftig erst mit 67 Jahren in Rente gehen. Wer früher mit dem Arbeiten aufhört, muss Abschläge hinnehmen.

Wer dann dennoch den gewohnten Lebensstandard erhalten möchte, muss deshalb rechtzeitig planen. „Viele wissen, dass sie mehr fürs Alter tun müssten, nur das wie viel wird häufig falsch eingeschätzt“, erläutert Tilmes, der neben seiner Vorstandstätigkeit auch wissenschaftlicher Leiter des PFI Private Finance Institute der EBS Business School in Oestrich-Winkel ist. Besonders wichtig ist, dass Arbeitnehmer ihr späteres Alterseinkommen aus der betrieblichen und privaten Vorsorge berechnen sowie überprüfen, ob sie Abschläge bei der gesetzlichen Rente verkraften können.

Finanzplanung ständig anpassen
Nur solch ein genauer Fahrplan mit einer umfassenden Vermögens- und Rentenübersicht schafft die Voraussetzung, einen lang ersehnten Ruhestand zufrieden und in finanzieller Freiheit genießen zu können. „Je komplexer das Vermögen und je unsicherer die Einkommenssituation ist, desto schneller ist eine Aktualisierung der Finanzplanung sinnvoll“, sagt der FPSB-Vorstand. Besonders dann, wenn sich Veränderungen im privaten Bereich, wie eine neue Familiensituation ergeben, sollte die Planung zügig angepasst werden. Darüber hinaus gilt es, von der Ansparphase im Vermögen zu einer Entsparphase zu wechseln.

Wie genau die individuellen Träume und Wünsche in Sachen Ruhestand auch aussehen mögen, alle wichtigen Fragen und Herausforderungen rund um das Thema Altersvorsorge können mit Hilfe professioneller Finanzplaner frühzeitig erkannt und gelöst werden. Allerdings ist es ratsam, das Thema Finanz- und Vermögensplanung schnellstmöglich in Angriff zu nehmen und dazu die Hilfe der qualifizierten CFP®-Zertifikatsträger in Anspruch zu nehmen, so Prof. Tilmes.

Balance zwischen Risiko und Ertrag finden
Erst durch eine solch professionelle Unterstützung ist eine realistische Aussage zu der tatsächlichen Versorgungslücke möglich. Viele der klassischen Finanzberater gehen rein von statistischen Werten aus und können somit nicht individuell auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen. Ihre Empfehlungen bleiben entsprechend ungenau. Nur der professionelle CFP® ist in der Lage, durch den ganzheitlichen, vernetzten Ansatz, das heißt die Einbeziehung aller Einnahmequellen, z.B. auch aus dem Vermögen, konkrete Daten und Aussagen zur Versorgungslücke im Alter zu treffen und sie zusammen mit dem Anleger entsprechend zu schließen. Und die qualifizierten Fachleute unterstützen die Anleger dabei, die individuell richtige Balance zwischen überschaubarem Risiko und angemessenem Ertrag zu finden.

Quelle: „Früher Ruhestand ohne finanzielle Einbußen? Nur mit professioneller Finanzplanung” Presse-Information des Financial Planning Standard Boards Deutschland e.V.