Warum der Schutz vor der Berufsunfähigkeit so wichtig ist

Mehr als 42 Millionen Erwerbstätige gibt es hierzulande, doch nur etwa 17 Millionen schützen sich vor einer Berufsunfähigkeit. Das Risiko, krank zu werden oder einen Unfall zu erleiden, wird unterschätzt. Laut Statistik der gesetzlichen Rentenversicherung muss immerhin gut jeder vierte Arbeitnehmer im Laufe seines Berufslebens seine Erwerbstätigkeit einschränken oder sogar ganz aufgeben. Die finanziellen Folgen können gravierend sein. „Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung sichert das Einkommen und somit ein wirkliches existenzielles Risiko ab“, sagt Prof. Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). Doch das Angebot ist groß und vielschichtig. Professionelle Unterstützung bei der Auswahl geben die vom FPSB Deutschland zertifizierten CERTIFIED FINANCIAL PLANNER (CFP®-Zertifikatsträger).

Auswertungen des Analysehauses Morgen & Morgen zufolge sind psychische Erkrankungen immer öfter der Auslöser für den Arbeitskraftverlust und stellen heute mit knapp 30 Prozent den Hauptgrund dar, gefolgt von Einschränkungen des Skelettund Bewegungsapparates mit 21 Prozent. Das bedeutet, dass beispielsweise auch Büroangestellte, die als weniger risikoträchtige Berufsgruppe gelten, sich damit immer weniger von einer möglichen Gefährdung ausnehmen können. Schließlich können sie erfahrungsgemäß Bandscheibenvorfälle und Depressionen genauso treffen wie etwa Handwerker.

Die erheblichen Kosten, die im Falle einer solchen Berufsunfähigkeit auf den Arbeitnehmer zukommen, werden jedoch immer noch unterschätzt. Denn nicht nur das Arbeitseinkommen fällt plötzlich weg, es müssen oft auch teure Therapien, Hilfsmittel sowie Umbauten im Haus und der Wohnung bezahlt werden.

Während früher die gesetzliche Rentenversicherung noch einen Berufsunfähigkeitsschutz für alle Mitglieder umfasste, ist dies seit der Reform 2001 anders: Wer 1961 oder später geboren ist, geht bei Berufsunfähigkeit leer aus. Geld gibt es nur noch, wenn eine Erwerbsminderung vorliegt. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) lag die monatliche Durchschnittsrente bei voller Erwerbsminderung zuletzt bei 634 Euro. Allerdings können viele Betroffene immer noch mehr als drei Stunden täglich arbeiten, so dass sie nur Anspruch auf die halbe Rente haben. Sind mehr als sechs Stunden Arbeit am Tag drin, gibt es gar kein Geld.

Wer seinen gewohnten Lebensstandard bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit beibehalten will, muss also privat vorsorgen. Eine Versicherung leistet bei einem Verlust der Arbeitskraft eine BU-Rente, die das monatliche Einkommen ersetzen soll. „Zunächst ist es dringend notwendig, überhaupt den konkreten individuellen Bedarf zu ermitteln. Und dann kommt es darauf an, sich genau mit den Vertragsdetails auseinanderzusetzen“, empfiehlt Tilmes.

Vergleich kann Geld sparen
Auf die lange Bank schieben sollte man das Thema nicht. Denn generell gilt: Je jünger und gesünder ein Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss ist, desto günstiger ist der Beitrag. Je später man sich für eine BU-Police entscheidet, desto eher können Erkrankungen einen Vertragsabschluss erschweren oder sogar verhindern. „Ein Vergleich der vielfältigen Angebote bleibt dabei zwingende Voraussetzung“, sagt Tilmes, der neben seiner Vorstandstätigkeit auch Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Private Finance & Wealth Management an der EBS Business School in Oestrich-Winkel ist.

„Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte aber immer im Kontext mit anderen Versicherungsformen gesehen werden“, sagt Tilmes. So kann etwa die „Schwere-Krankheiten-Versicherung“ eine weitere wichtige Rolle spielen. Der auch Dread-Disease-Versicherung genannte Schutz sichert in der Regel nicht nur Krankheiten im eigentlichen Sinne, sondern auch andere Vorkommnisse wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder die Folgen schwerer Unfälle ab.

Für vermögende Menschen gibt es noch eine andere Möglichkeit, sich finanziell gegen Berufsunfähigkeit, Krankheit aber auch das Pflegerisiko abzusichern: eine Budgetierung des Vermögens. Das Krankheits-, Pflege- und BU-Budget werden dann beispielsweise zusammengefasst auf einem Tagesgeldkonto geführt. Mit Unterstützung eines professionellen Finanzplaners kann dann in regelmäßigen Abständen entschieden werden, ob der Schutz weiterhin passend oder möglicherweise überflüssig geworden ist, etwa nach einer Erbschaft oder einem Firmenverkauf.

Hochqualifizierte CERTIFIED FINANCIAL PLANNER® (CFP®-Zertifikatsträger), die sich für die produktunabhängige Beratung im Kundeninteresse verpflichten müssen, bringen dank einer ganzheitlichen und vor allem langfristigen Perspektive wirklichen Mehrwert für ihre Kunden. Sie können auf modernste Analysetools zurückgreifen, mit denen sie auf die individuellen Anforderungen des jeweiligen Kunden zugeschnittene Lösungen erarbeiten. Angesichts der komplexen Materie zahlt sich dies für den Kunden in jedem Fall aus.

Quelle: „Warum der Schutz vor der Berufsunfähigkeit so wichtig ist” Presse-Information des Financial Planning Standard Boards Deutschland e.V.