Genaue Analyse von Absolut-Return-Fonds verhindert Enttäuschungen

Bloß keine Verluste machen – das ist das Hauptziel vieler sicherheitsliebender Anleger. Absolut-Return-Fonds versprechen genau das: positive Erträge in jedem Marktumfeld. Doch das Spektrum ist groß und längst nicht alle Produkte halten, was sie versprechen. „Leider fabrizieren einige Fonds selbst über einen längeren Zeitraum Verluste oder gehen für die von ihnen angegebene Strategie ein ungewöhnlich hohes Risiko ein“, warnt Prof. Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). „Es lohnt sich deshalb auf jeden Fall, die Fonds genau zu analysieren und so Mogelpackungen von vorneherein auszuschließen.“ Professionelle CERTIFIED FINANCIAL PLANNER ® (CFP®) können Anlegern dabei helfen, das passende Produkt – individuell abgestimmt in ihrer ganzheitlichen Finanzplanung – zu finden.

Unter dem Label „Absolut Return“ werden Fonds angepriesen, die deutlich höhere Renditen bieten wollen als Geldmarktfonds, aber bei nur wenig höherem Risiko. Hier interessiert nicht der Vergleichsindex, sondern der Anspruch lautet: benchmarkfrei, marktunabhängig und ein positiver Ertrag über dem risikolosen Geldmarktzins. Absolut-Return-Fonds versprechen also Gewinne in jeder Börsenlage – egal, ob die Kurse steigen oder fallen.

Einer Studie der Investmentgesellschaft Lupus Alpha auf Basis von Daten des Fondsanalysehauses Lipper zufolge lag die absolute Rendite bei Absolute Return-Fonds im vergangenen Jahr im Durchschnitt bei immerhin 5,9 Prozent. Allerdings lag die Performance im Fünf-Jahreszeitraum nur bei mageren 2,9 Prozent pro Jahr – und das bei durchweg guten Aktienjahren.

Nicht alle Fonds halten Versprechen
Und noch ein Ergebnis ist bemerkenswert: Rund 90 Prozent der 359 untersuchten Fonds mit 3-Jahres-Track Record erzielten eine absolut positive Rendite. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass es immerhin zehn Prozent der gut bezahlten Fondsmanager nicht gelang, trotz zumeist steigender Aktien- und Rentenmärkte ihren Anlegern eine positive Rendite in diesem Zeitraum zu bescheren.

„Das Ergebnis zeigt eindeutig, wie wichtig die Rolle des Finanzberaters ist. Nur die genaue Analyse und die ständige Kontrolle der Entwicklung der vermittelten Absolute-Return-Fonds schützt hier vor bösen Überraschungen“, sagt Prof. Tilmes, der auch Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Private Finance & Wealth Management an der EBS Business School, Oestrich-Winkel ist. Der Anleger bekommt das allein in der Regel nicht hin.

Ein Grund für die zum Teil sehr heterogene Wertentwicklung der Fondskategorie dürfte die unterschiedliche Konzeption der Produkte sein. Das fängt damit an, dass jede Fondsgesellschaft ihre ganz eigene Definition von Absolute-Return hat. So verbergen sich hinter manchen Produkten geldmarktnahe oder einfache Rentenfonds. Andere Anbieter setzen auf den Einsatz von Derivaten und agieren teilweise wie Hedgefonds, indem sie auch auf fallende Kurse wetten.

Eine echte Garantie, keine Verluste zu produzieren, bieten die Fonds dabei übrigens nicht. Und natürlich können sich auch die guten Fondsmanager auftretenden Marktverwerfungen nicht komplett entziehen. „Deshalb kann es unter Umständen Sinn machen, über verschiedene Köpfe und Strategien zu investieren und damit eine hinreichende Diversifikation und Stabilität des Portfolios zu gewährleisten“, so Tilmes.

Professionelle Finanzplaner helfen bei der Produktsuche
Aber es bedarf auch einer professionellen Beratung, um in diesem breiten Angebot den Überblick zu behalten. Qualifizierte Finanzfachleute, wie die vom FPSB Deutschland zertifizierten CERTIFIED FINANCIAL PLANNER® (CFP®), helfen Anlegern ihr individuelles Risiko-Rendite-Profil auch mit Absolute-Return-Produkten bei der Geldanlage umzusetzen. Die CFP®-Zertifikatsträger sind in der Lage, durch einen ganzheitlichen, vernetzten Ansatz, konkrete Daten und Aussagen zur richtigen Anlagestrategie zu treffen und sie zusammen mit dem Anleger entsprechend umzusetzen. Dabei ist auch das regelmäßige Überprüfen dieser gewählten Anlagestrategie ein absolutes Muss.

Quelle: „Genaue Analyse von Absolut-Return-Fonds verhindert Enttäuschungen” Presse-Information des Financial Planning Standard Boards Deutschland e.V.