Nur qualifizierte Berater geben Orientierung im Produktdschungel

Beim Thema Geldanlage verstehen die Deutschen allzu oft nur Bahnhof. Die Produkte sind zu kompliziert, die Beschreibungen unverständlich und die Auswahl ohnehin viel zu groß, lautet die Kritik. Die Hemmschwelle, sich mit der eigenen Altersvorsorge zu beschäftigen, wird so immer höher. „Nichts zu tun, ist die falsche Vorgehensweise. Ein professioneller Berater kann den Sparer und Anleger sicher durch den Produktdschungel lotsen“, sagt Prof. Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). Anleger sollten dafür auf die Unterstützung von CERTIFIED FINANCIAL PLANNER® (CFP®), professionellen CFP®-Zertifikatsträgern, zurückgreifen.

„In einer marktwirtschaftlichen Ordnung ist eine große Produktvielfalt Ausdruck für einen funktionierenden Markt und für den starken Wettbewerb zwischen den Anbietern“, heißt es von Seiten der Anbieter gerne, wenn die riesige Produktpalette kritisiert wird. Doch ob es sich bei der enormen Anzahl an Produkten wirklich nur um Vielfalt, und nicht um eine Überforderung der Privatanleger handelt, darf zumindest bezweifelt werden.

Den Deutschen stehen immerhin mehr als 1200 Exchange Traded Funds, kurz ETFs, und rund 8000 verschiedene Investmentfonds zur Auswahl. Richtig unübersichtlich wird es bei den Zertifikaten. Laut einer aktuellen Statistik des Deutschen Derivate Verbandes hatten Anleger Ende Mai die Wahl zwischen 611.787 Anlagezertifikaten und 805.813 Hebelprodukten. Und die Zahl der Versicherungsprodukte und geschlossenen Beteiligungen sind hier noch gar nicht aufgeführt.

Auch dieser Produktdschungel dürfte ein Grund dafür sein, dass die Deutschen lieber zum Zahnarzt als zum Finanzberater gehen, wie es Umfragen immer wieder belegen. „Die extrem hohe Hemmschwelle, Entscheidungen über die Geldanlage zu treffen, hat langfristig aber sehr negative Folgen“, sagt Prof. Tilmes, der neben seiner Vorstandstätigkeit beim FPSB Deutschland auch Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Private Finance & Wealth Management an der EBS Business School, Oestrich-Winkel, ist. Denn der bisherige Lebensstandard kann in der Regel im Alter durch klassisches Sparen nicht aufrechterhalten werden.

„Doch die Menschen fühlen sich einfach überfordert. Das liegt zum einen sicher an der mangelnden finanziellen Allgemeinbildung und der fehlenden Bereitschaft, sich mit den eigenen privaten Finanzen und den Angeboten der Banken hinreichend und kritisch auseinanderzusetzen“, sagt Tilmes. „Doch zum anderen hängt es leider auch häufig mit der mangelnden Fähigkeit vieler Berater zusammen, dem Anleger einen Weg durch den Produktdschungel zu bahnen.“

Professionelle CFP®-Zertifikatsträger sind in der Lage, hier zu helfen und durch einen ganzheitlichen, vernetzten Ansatz, konkrete Daten und Aussagen zur richtigen Anlagestrategie zu treffen und sie zusammen mit dem Anleger entsprechend umzusetzen. Sie genießen eine tiefgreifende Ausbildung, die hierzulande den höchsten Standard im Bereich der Finanzplanung und -beratung verkörpert. Denn eine hochwertige Ausund Weiterbildung, die neben reinen Produktkenntnissen vertieftes rechtliches, steuerliches, makro- und finanzökonomisches Know-how umfasst, ist Voraussetzung für eine ganzheitliche und zielgerichtete Finanzberatung im Sinne des Kunden.

Die CFP®-Zertifikatsträger können Anlegern die Vor- und Nachteile der einzelnen Anlagemöglichkeiten aufzeigen und mit Hilfe modernster Analysetools ein Portfolio aufbauen, das ganz individuell zur Risikoneigung, zu den Anlagezielen und dem Anlagehorizont des jeweiligen Anlegers passt. Die ganzheitliche und vernetzte Beratungsphilosophie der CFP®-Zertifikatsträger grenzt sich deutlich von den oft dominierenden produkt- und vertriebsorientierten Beratungsansätzen ab. So müssen Anleger trotz Produktdschungels nicht auf eine langfristige und ertragreiche Geldanlage verzichten.

Doch auch die Anbieter sind nach Ansicht des FPSB gefordert. „Sie sollten sich darauf fokussieren, verständliche Informationsmaterialien ohne Fachjargon zu schreiben statt ständig neue blumig formulierte Marketingbroschüren zu produzieren, für Produkte, die eine Beteiligung an vermeintlichen neuen Trendthemen versprechen“, fordert der FPSB-Vorstand.

Quelle: „Nur qualifizierte Berater geben Orientierung im Produktdschungel” Presse-Information des Financial Planning Standard Boards Deutschland e.V.